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David Graham Cooper (* 1931 in Kapstadt; † 1986 in Paris) war ein südafrikanischer Psychiater, der als Theroriker und führender Kopf der Anti-Psychiatrie-Bewegung bekannt wurde – gemeinsam mit bzw. parallel zu Ronald D. Laing, Thomas Szasz und Michel Foucault. Cooper war Direktor des Institute of Phenomenological Studies.

David Cooper über Sucht

Sucht bedeutet wesentlich, mit der eigenen Freiheit russisches Roulette zu spielen. Überlebt man das erste Mal, ist es, um das mindeste zu sagen, wichtig, sobald als möglich die Entscheidung zu treffen, den Abzug nicht weiter zu bedienen. … Bei der Sucht entsteht die Veränderung nicht aus der analytischen Einsicht, sondern durch die intentionale Veränderung der eigenen Praxis, der Veränderung seines Lebens im richtigen Kontext. … Manche Drogenabhängigkeiten mögen in der Tat Sicherheitsvorkehrungen sein, die auf ein Bleiben in der Welt gezielt sind oder auf die Aufrechterhaltung eines minimalen Kontakts mit der normalen Welt. Zigaretten (und Alkohol und andere Drogen) können wie Nabelschnüre sein zwischen der normalen Welt und einem Selbst, das sie transzendieren möchte, vor der Freiheit des Überschreitens aber Angst hat. (David Cooper, Von der Notwendigkeit der Freiheit, Frankfurt, 1976,  Stroemfeld Verlag)

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