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Andere alte Autos, alte Gedichte, alte Kamera und alte Sachen

Ach, was hab ich plötzlich eine Sehnsucht mit einem alten Auto loszufahren, meine alte Hasselblad mitzunehmen, alte Fotos zu machen und alten Gedanken hinterher zu hängen. Alt ist das neue Neu. Alte Bücher mitnehmen (Tom Robbins), alte Gedichte lernen (Goethe und Max-Hermann Neiße), alt zu sein, langsam zu sein (jung ist immer schnell). Welchen Cabrio hatte Arno damals in Vauxtin? War das ein Peugeot 504:pagenstecher-300_PEUGEOT_504_Cabrio

Und von Max-Hermann Neiße ist das wunderschöne Gedicht „Dein Haar hat Lieder, die ich liebe“, das ich auch auswendig gelernt habe. Gedichte auswendig lernen ist auch altmodisch, aber ich mag es, auch wenn ich mir manchmal ein leidenschaftliches „Nein“ einfange, wenn ich (ganz) selten frage, ob ich meinem Gegenüber eins aufsagen darf (klingt wie die Bitte um Erlaubnis, auch seltsam).

Max-Hermann Neiße (Foto: Max Glauer, 1867–1935)

Max-Hermann Neiße (Foto: Max Glauer, 1867–1935)

Der schöne 504-Blog, den ich auf der Google-Bildersuche nach „Peugeot 504 Cabrio“ gefunden habe, hat mich auf die Idee gebracht, diesen Beitrag zu schreiben.

Ich blogge: Wie oft, Wozu und Womit? Und wer mein Vorbild ist.

Seit ich lesen kann, streiche ich Stellen in Büchern an und hebe interessante Zeitungsartikel auf. Und seit es Kopierer gibt (mein Vater war Graphiker und wir hatten immer die neuesten Kopierer-Modelle im Haus), habe ich Artikel und Buchseiten kopiert, um Sie mir ins Tagebuch zu kleben oder sie an Freunde zu schicken.

2004 habe ich mir die Bücher „Generation Blogger“ und „Das Blog-Buch“ gekauft und nie gelesen, aber lange schon beobachte ich das Medium Weblog und habe dann im August 2009 begonnen, meinen ersten Weblog anzulegen, zuerst bei blogger.com, weil ich sowieso meinen Google-Account habe und viele Dienste dort nutze. Dann aber hat meine Begeisterung für schöne Schriften, gute Benutzbarkeit und reichhaltige Auswahl an interessanten Vorlagen (Templates) WordPress entdeckt und dort bin ich nun.

Mein erster privater Blog, den ich im August 2009 begonnen habe, ist ein „klassischer“ (sie lesen gerade darin): „Durch das Raue zu den Sternen„, dort findet alles seinen Platz, was ich auf meinen Wegen (und Rückblicken) durch Alte und Neue Medien erwähnenswert finde. Vor allem Musik, die ich entdecke (gerade läuft von Kapelle Wlodek der Song  Black Powder von dem Sampler „Freunde Selbstgemachter Unterhaltung„).

Mein zweiter Blog Medienkompetenz + Internetverantwortung befasst sich mit allem, was mir für meine medienpädagogischen Projekte interessant erscheint zu den Themen: Computer, Internet, Medienpädagogik, Datendisziplin, Lesen, Schreiben, Lernen, Alte Medien und Neue Medien.

Dann gibt es den Weblog „Frieden durch Faulheit“ und viele andere.

Ich nutze Blogs projektspezifisch, um mir selbst einen Überblick über gefundenes und gesammeltes Material zu verschaffen und dieses dann online mir und anderen zur Verfügung zu stellen.

Was ich mir bei WordPress wünschen würde, wäre ein Werkzeug, mit dem ich einen Artikel in mehreren meiner Blogs gleichzeitig veröffentlichen kann. Begeistert war ich von meiner Entdeckung, neue Posts zeitgleich bei Twitter und Facebook zu veröffentlichen, nutze das aber nicht mehr, weil WordPress von mehreren Blogs und verschiedenen Zielen (also verschiedenen Accounts bei Facebook und Twitter) scheinbar überfordert ist.

Meine Mail an den Schockwellenreiter zu seinem Geburtstag 2003:

Gratulation von einem Unbekannten
Sehr geehrter Herr Kantel,
ich will Ihnen gratulieren, zu Ihrer Seite und Ihrem Geburtstag.
Nach Spiegel-online gilt mein zweiter Blick immer Ihrer Seite, auf die ich vor Wochen zufällig stieß (oder stiess).
Ich mag diese relaxte Mischung aus Fachwissen, Humor, Intelligenz, Freundlichkeit, Kompetenz und Privatheit sehr. Und empfinde das als dem Medium Internet sehr angemessen. Eine wunderschöne Seite zum Stöbern, Links finden, die man Freunden schicken kann (obs nun um japanische Gärten, SPAMs oder das Bio-Memory auf der Seite der Uni Halle geht, das man sein Sohn so gerne spielt und seinen Freunden zeigt) und zum Lachen.
Wirklich bemerkenswert (schon alleine der NAME der Seite).
Alles Gute für die nächsten fünfzig Jahre.
Mit freundlichen Grüßen, Christoph Rau

Natürlich hat er mir nett geantwortet.

Immer noch lese ich in Büchern, streiche ich Stellen an und hebe interessante Zeitungsartikel auf. Und immer noch interessiere ich mich für Alte und Neue Medien, weil es überall Schätze zu entdecken und Müll zu ignorieren gibt.

Diesen Text habe ich am 20. August 2010, also vor zwei Jahren begonnen und heute veröffentlicht, weil ich beim Schockwellenreiter das gelesen habe: Geile Idee: Beck Hansens neues Album erscheint nicht auf CD oder zum Download, sondern lediglich als Notenbuch.