Archiv der Kategorie: Alkohol

Hier speziell alles interessante zu Thema Alkohol.

Chin Meyer erklärt die Finanzkrise anhand von Fusel-Anleihen: Einleuchtend und witzig!

Gefunden beim Schockwellenreiter

Kommentar zum Film von moxigen bei youtube: Chin Meyer hat den Nagel auf den Kopf getroffen!! Alkohol ist genauso eine Droge wie Geld. Der einzige Unterschied ist, dass Geld nur psychisch abhängig macht. Wenn man Geld hat, will man immer mehr, immer mehr, immer mehr… Genau so ist es mit Drogen. Man bekommt nie genug.

Seit 9 Monaten keinen Alkohol mehr getrunken – Fühle mich wie neugeboren

Letztes Jahr zum Geburtstag noch diese witzige Karte bekommen. Nun hab ich das schöne Gedicht „Folgen der Trunksucht“ von Robert Gernhardt wieder angefangen, auswendig zu lernen: „Seht ihn an, den Schreiner, trinkt er, wird er kleiner.“ Hier das ganze Gedicht:

Folgen der Trunksucht

von Robert Gernhardt

Seht ihn an, den Texter.
Trinkt er nicht, dann wächst er.
Mißt nur einen halben Meter –
weshalb, das erklär ich später.

Seht ihn an, den Schreiner.
Trinkt er, wird er kleiner.
Schaut, wie flink und frettchenhaft
er an seinem Brettchen schafft.

Seht ihn an, den Hummer.
Trinkt er, wird er dummer.
Hört, wie er durchs Nordmeer keift,
ob ihm wer die Scheren schleift.

Seht sie an, die Meise.
Trinkt sie, baut sie Scheiße.
Da! Grad rauscht ihr drittes Ei
wieder voll am Nest vorbei.

Seht ihn an, den Dichter.
Trinkt er, wird er schlichter.
Ach, schon fällt ihm gar kein Reim
auf das Reimwort „Reim“ mehr eim.

Voller Hochachtung abgetippt von Sebastian Meyer

In einem Interview mit Martin Ross sagte Robert Gernhardt: „Lyrik ist lebenssteigernd. Sie ist nicht muffig, trüb und erklärungsbedürftig,wie viele annehmen. Es gibt sehr viel Helles und Schnelles in der Welt der Lyrik. Was gibt es Schöneres, als gute Worte zu lesen oder zu hören, die große Menschen in ihren Sternstunden gefunden und aufgeschrieben haben? Die zu lesen und zu memorieren bedeutet, dieses Lebensgefühl zu teilen. Gedichte
beschleunigen außerdem das eigene Lebensgefühl, weil sie so kompakt sind.“

Das ganze Gespräch „Mein Sechser im Lotto war Otto“ auf der Website Karriere.de

Anti-Alkohol Poster aus der Sowjetunion

Anti-alcohol poster: Rich inner substance

In alten Lesezeichen diesen Link zu einem virtuellen Museum von Anti-Alkoholpostern aus der Sowjetunion gefunden: The Museum of Anti-Alcohol Posters. Yuri Matrosovich hat sie gesammelt und mit englischen Übersetzungen der russischen Texte ins Netz gestellt.

Anti-alcohol poster: It's not yet too late — Stop

Gerade bei creative brainstorm noch ein Interview mit Yuri Matrosovich gefunden (vom April 2008).

Schlaf hilft beim Lernen

Aus einem Interview mit dem Wissenschaftler Jan Born bei Spiegel-Online zum Thema „Wie man Schlaf gezielt einsetzen kann“:

Born: … Trotzdem befürworte ich natürliche Methoden, den Schlaf zu optimieren.

Frage: Welche Möglichkeiten gibt es dafür?

Born: Sich tagsüber geistig anzustrengen bringt viel. Wir haben Versuchspersonen zwei Stunden lang enorm viele Vokabeln lernen lassen, das war richtig harte Arbeit. In der Nacht hatten die Probanden sehr intensive Tiefschlafphasen, und wir konnten deutlich erkennen, dass gerade die Hirnregionen, die an der Verarbeitung der Vokabeln beteiligt sind, sehr aktiv waren. Am nächsten Tag konnten sich die Versuchspersonen an erstaunlich viele Wörter erinnern. Auch Sport kann den Schlaf verbessern, Alkohol dagegen stört ihn extrem.

Frage: Ist es umgekehrt möglich, dass man sich durch Schlafentzug schlimme Erlebnisse wie einen schweren Unfall weniger stark einprägt?

Born: Ja, das ist sogar eine natürliche Reaktion des Gehirns auf traumatische Ereignisse. Wer etwas Schlimmes erlebt hat, schläft oft schlecht oder gar nicht. Deshalb denke ich auch, dass es eher ungünstig ist, wenn man Betroffenen nach so einer Erfahrung Schlafmittel gibt. Es ist gar nicht schlecht, dann wach zu bleiben.

David Cooper über Sucht

Sucht bedeutet wesentlich, mit der eigenen Freiheit russisches Roulette zu spielen. Überlebt man das erste Mal, ist es, um das mindeste zu sagen, wichtig, sobald als möglich die Entscheidung zu treffen, den Abzug nicht weiter zu bedienen. … Bei der Sucht entsteht die Veränderung nicht aus der analytischen Einsicht, sondern durch die intentionale Veränderung der eigenen Praxis, der Veränderung seines Lebens im richtigen Kontext. … Manche Drogenabhängigkeiten mögen in der Tat Sicherheitsvorkehrungen sein, die auf ein Bleiben in der Welt gezielt sind oder auf die Aufrechterhaltung eines minimalen Kontakts mit der normalen Welt. Zigaretten (und Alkohol und andere Drogen) können wie Nabelschnüre sein zwischen der normalen Welt und einem Selbst, das sie transzendieren möchte, vor der Freiheit des Überschreitens aber Angst hat. (David Cooper, Von der Notwendigkeit der Freiheit, Frankfurt, 1976,  Stroemfeld Verlag)

Alkohol zur Herstellung von Vetrautheit bei Familienfesten

Zur Herstellung von Vertrautheit bei Familienfesten musste oft Alkohol herhalten, desgleichen zur Eingliederung in eine Männerrunde im Wirtshaus und zum Ersatz für fehlendes Selbstwertgefühl. Quelle: Irene Franken; Köln – Der Frauen Stadtführer, Kiepenheuer & Witsch, Köln 1995, dort unter der Überschrift „Anti-Alkohol-Bewegung“, S.112