Archiv der Kategorie: Photographie

Geile Musik einer schönen Frau: Amanda Jenssen – Happyland

Was für eine Stimme,  was für ein wunderbares Video und dass alles zu diesem treibenden Tanzrhythmus: Happyland von Amanda Jenssen habe ich gerade über einen Link bei den Netzpiloten entdeckt:

Dazu gleich nochmal Parov Stelar´s Chambermaid Swing hören (und gucken), dort tanzen Sie auch so abgefahren.

https://i2.wp.com/www.365gunmuzik.com/resimler/habergorsel/amanda_jenssen-540.jpg

Amanda Jenssen

Musikfans stoßen in Jenssens Songs auf die Energie von Cab Colloway, das Drama von Edith Piaf, aber auch auf die Traurigkeit von Nick Drake und die Harmonie der Walker Brothers. Einnehmend ist auch die Art, wie die Schwedin ihre Musik präsentiert. Mal als Femme Fatale, dann wieder barfuss bei einem Open-Air-Konzert – die bildhübsche Amanda Jenssen versteht es, stets neu zu überraschen. Keine geringe Rolle spielen dabei ihre Songtexte. Einsamkeit und Flucht tauchen hier als Themen auf, aber auch von Versöhnung und Liebe ist zu hören. Alles passt an diesen Ort, den Amanda „Happyland“ nennt. „‚Happyland‘ ist wie ein Buch, in dem jeder Song ein Kapitel ist“, erklärt sie. „Ein Buch, an dem über anderthalb Jahre geschrieben wurde, in Tour-Bussen und in langen Nächten in meiner Einzimmerwohnung im Süden von Stockholm. Es ist stark und wirklich persönlich, rein und gleichzeitig schmutzig und voll überschwänglicher Eleganz.“

Quelle: iwin.de

Amanda Jenssen liebt die Musik von Cab Calloway, den „Gangster Jazz“ und die Platte „Raindogs“ von Tom Waits. Mit Ihrem Vater hatte sie als 16-jährige schon eine Band: „Amanda and the Papas“. Hier ein Interview mit der schönen Schwedin:

Eine Aufnahme von 2007, leider nur mit Photos zum Song, aber es lohnt sich, das anzuhören, wirklich gute Power:

Eins noch:

Die Website von Amanda Jenssen, ist leider nur dünn bestückt, auf vielen Seiten steht „Nothing yet.“, aber witzigerweise sind im deutschsprachigen Teil der Website einige Infos zu finden.

Amanda Jenssen - Photo by Severus Tenenbaum

Amanda Jenssen – Photo by Severus Tenenbaum

Und für dieses Bild könnte ich eine neue Kategorie anlegen „Seltsame Bildideen“ oder „Frauen, die auf Schienen sitzen“:

255586Und hierfür die Kategorie: Motive, die mich an Jan Saudek erinnern:

amanda i fönstret

Amanda Jenssen

Rau unter Rädern? Artikel im Darmstäder Echo

Zum Glück bin ich noch nicht unter die Räder gekommen. Klaus Honold vom Darmstädter Echo war gestern (am 20.4.2010)  hier und hat einen sehr schönen Artikel über meine Arbeit an dem Buch übers Eisenbahnmuseum geschrieben:

Rau unter Rädern – Neue Sicht auf altes Eisen

Fotografie: Der Darmstädter Christoph Rau arbeitet an einem Bildband über das Eisenbahnmuseum Kranichstein

Andere Ansichten: Fotograf Christoph Rau bei der Bildbearbeitung. Foto: Roman Grösser

DARMSTADT. Unten ist sie rot. Oben ist sie schwarz. Darüber flockt Dampf in den weißen Himmel. Nach Kindern und Katzen sind Lokomotiven das wohl beliebteste Motiv der Fotografie. Sind Sonderzüge unterwegs, säumen Heerscharen von Hobbyfotografen die Strecke. Ja, es gibt sogar eigens für die Fans organisierte und von diesen finanzierte ,,Fotozüge”, in deren Wagen niemand reist und keine Güter transportiert werden: Sie dienen allein als Lustobjekt.

Die Eisenbahnfotografie ist fast so alt wie die Eisenbahn selbst – und die feiert in Deutschland heuer ihren 175. Geburtstag. Anfangs wurden Züge ausschließlich von den Herstellern fotografiert – Dokumentation und Werbung. Erst um 1900 erweiterten sich Motive und Motivation: Züge in der Landschaft, Menschen im Bahnhof. Nach dem ersten Weltkrieg wurde an der Technischen Hochschule Darmstadt das berühmte ,,Deutsche Lokbildarchiv” aufgebaut – fotografiebegeisterte Studenten wie Hermann Maey, Carl Bellingrodt und Werner Hubert waren die Gründer dieser Sammlung, die in den späten dreißiger Jahren nach Berlin abwanderte.Der 175. Jahrestag der ersten deutschen Eisenbahnreise ist Anlass, dass nun in Darmstadt erneut eine die Eisenbahn abbildende Fotosammlung entsteht. Ihr Urheber: der Darmstädter Lichtbildner Christoph Rau (52).

Mehr Informationen zu Christoph Raus Eisenbahn-Projekt unter www.christoph-rau.de.

Doch was Rau macht, hat weder mit dem stets auf Vollständigkeit zielenden Ehrgeiz der frühen Eisenbahnberufsfotografen zu tun, noch mit dem nostalgischen Lyrismus der heutigen ferrophilen Fans. Rau verwandelt Gegenstände und ihre Oberflächen in Bilder – nicht selten so abstrahiert, dass sie sich ganz aus ihrer Umwelt lösen. Eine literarische Methode, denn wenn Dinge fremd erscheinen, erzählen sie eine neue, eine andere Geschichte als die gewohnte. Auch Menschen treten so vom Rand ins Zentrum.Raus Blickfeld ist seit Monaten das Eisenbahnmuseum Kranichstein (34). Eigentlich ein Rätsel, dass es noch keine Bildsammlung seiner Schätze gibt – ist das Museum mittlerweile doch selbst eines der größten industriegeschichtlichen Denkmale. Auf ,,offene Türen”, so Rau, sei er bei den Museumsleuten gestoßen, als er ihnen sein Projekt unterbreitete: Fotostreifzüge in alle Ecken, Winkel und Hallen, eine tendenziell unendliche Bildergalerie, die – erste Station – in ein Büchlein mit 250 Abbildungen münden soll.,,Die waren glücklich”, erinnert sich Rau. Vereinschef Uwe Breitmeier (61) lässt Rau freie Hand, so dass er auch mal nachts losziehen kann. Es gibt keine Tabus – Geschichten können eben auch Waggonruinen erzählen, die andere für Schrott halten, die von den Museumsbahnern jedoch als ,,unser Arbeitsvorrat für die nächsten tausend Jahre” bezeichnet werden. Industriehistoriker denken eben langfristig.

Werkstatt-Tür im Eisenbahnmuseum Darmstadt-KranichsteinWerkstatt-Tür im Eisenbahnmuseum Darmstadt-Kranichstein, Foto: Christoph Rau

Rau und sein Darmstädter Verleger Gerd Ohlhauser (,,SURFACE BOOK“) dagegen planen in überschaubaren Etappen – ihr Buch soll zum Tag des offenen Denkmals (12. September) vorliegen, im selben handlichen Kleinformat, in dem vergangenes Jahr bereits das Vademecum ,,Stadt der Künste – 25 Jahre Kunstarchiv” erschienen ist. Raus Bilder mögen wohl manchen Eisenbahnfan irritieren. Viele aber werden erfreut das Gefühl haben, als sähen die Objekte ihrer Begierde das erste Mal.

Fotobuch “Stadtalphabet Wien”

Für Lutz:
Stadtalphabet
Urbane Schriftsammlung

Bücher erzählen Geschichten. Wie auch Städte Geschichten erzählen. Geschichten von früher, Geschichten von heute. Das Fotobuch “Stadtalphabet Wien” erzählt eine Geschichte der Schrift und der Wiens. Martin Ulrich Kehrer hat in seinem Buch typografische Schmankerl von Fassadenbeschriftungen und Aushängeschildern im urbanen Raum sorgfältig zusammengetragen. Das Buch zeigt ein typografisches Stadtbild fernab der uniformen Corporate Designs global agierender Unternehmen.
Stadtalphabet Wien
Martin Ulrich Kehrer
SONDERZAHL Verlag
144 Seiten, Fadenheftung, € 18,-

Stadtalphabet Wien

Eintrag vom 12 Mai, 2009 im Weblog Kunstdirektion Wien – Design | Kunst | Architektur

Days with my father + Merci

Danke an Susanne für den Hinweis auf diese Website von Phillip Toledano, die ein sehr persönliches Buchprojekt vorstellt. https://i2.wp.com/blog.photoshelter.com/image/phil1.jpgIch habe die Navigation nicht gleich verstanden und die Photos haben mir zu lange im Photoshop-Bad gelegen. Berührt hat mich die Indiskretion, die ich beim Ansehen der Bilder empfand (hat „father“ der Präsentation im Internet zugestimmt?). Aber die Fotos sind gut, die Seite hat mich beschäftigt und dann war ich mit meinem Sohn auch noch zu Besuch bei meinen Eltern, also habe ich beschlossen, die Seite hier vorzustellen, als eine  spannende Foto- und Textseite und eine schöne, einfache Art, ein Buchkonzept zu präsentieren.

Dazu hier noch einen Film, dessen Grundidee mir sehr gefällt, an dem ich aber auch was auszusetzen habe.  Ich habe für solche halben Sachen nun die Kategorie „Okay“ angelegt, die diesen Klang von „schon okay…“ hat:

Hier einige Fakten zu diesem Film  Merci!:
Director: Christine Rabette, Release date: May 2002, Genre: Short, Runtime: France: 8 min, Country: Belgium, Language: Laugh, Cast: Jan Hammenecker, Luc Brumagne, Anne Fournier, Muriel Bersy, Princesse Mansia’Bila, Jeannine Hannaert, Barbara Sylvain, Daniel Cap, Mohammed Saïdi

Quelle für die Fakten

Noch ein Link mit Infos zum Film

Die Website/Weblog des Hauptdarstellers Jan Hammenecker, mit einem souverän dunklen Portrait auf der Titelseite (zumindest heute am 2. Dezember 2009):

Was ich bei dem Film nicht verstehe: Warum die Leute beim Halt der U-Bahn aufhören zu lachen und was trägt der steife, ernste Herr zur Geschichte bei, der  zusteigt und dann scheinbar ausgelacht wird?

Hier noch eine Galerie von Jan Hammenecker bei Flickr.

Deltoidalikositetraeder

K. hat mir eine Panorama-Fotografie auf einem dreidimensionalen Körper gezeigt, bin fasziniert, morgen werden wir den Karolinensaal im Staatsarchiv Darmstadt als Kugel-Panorama fotografieren. Nach genauer Ansicht des Objekts und dank Wikipedia weiß ich nun, dass es ein Deltoidalicositetrahedron ist (so könnte auch ein seltener Dinosaurier heißen), oder Deltoidalikositetraeder, also ein Catalanischer Körper mit 24 Flächen, 26 Ecken und 48 Kanten. Hier ein animiertes gif.

Datei:Deltoidalicositetrahedron.gif

Und die Beschreibung bei Wikipedia dazu: Ein catalanischer Körper oder auch dual-archimedischer Körper ist ein Körper, der sich zu einem archimedischen Körper dual verhält. So ist zum Beispiel das Rhombendodekaeder dual zum Kuboktaeder. Benannt sind die catalanischen Körper – von denen es dreizehn gibt – nach dem belgischen Mathematiker Eugène Charles Catalan.

Die dual-archimedischen Körper bestehen nur aus einer Flächenart, nämlich identischen nicht regelmäßigen Vielecken, haben aber mindestens zwei verschiedene Arten von Ecken (das Rhombendodekaeder hat zum Beispiel Ecken, an die drei Rhomben, und solche, an die vier Rhomben grenzen). Damit sind sie keine archimedischen Körper im ursprünglichen Sinne mehr.

Allen catalanischen Körpern ist gemein, dass sie eine Inkugel, die sämtliche Flächen von innen berührt, aufweisen. Außerdem existiert eine Kantenkugel, die sämtliche Kanten von innen berührt, sofern die Gleichheit der Flächenwinkel gegeben ist.

Quelle: Wikipedia

Pianisten gehört, Probe der Akademie Musiktheater Heute fotografiert

In der Oper Frankfurt, im „Holzfoyer“, heute eine Probe der Akademie Musiktheater Heute fotografiert, kaum Licht, schöne Photos mit Stativ und Zufall. Irgendwann spielte ein junger Mann am Flügel, zuerst habe ich dabei fotografiert, irgendwann war ich sprachlos berührt und habe nur noch zugehört. Welche Magie. War berührt und glücklich. Auch für solche Momente  liebe ich diesen Beruf.

Polaroid-Jünger – Wiederbelebung der Sofortbilder

Die Mission Impossible der Polaroid-Jünger. 2008 machte Polaroid seine letzte Filmfabrik in den Niederlanden dicht, Filme gibt es seitdem nur aus Restbeständen. Doch ein Start-up macht sich ans Revival des Sofortbildkults. Der Gründer will die Analogtechnik als Design-Objekt vermarkten – und in der Nische bald wieder Geld verdienen.
Konrad Lischka
auf Spiegel-Online, mehr …

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