Archiv der Kategorie: Film/Kino

The best and most ridiculous fight ever filmed

Ist am Schluss ein bischen brutal, aber als Liebhaber von Kung-Fu-Filmen generell, ist das ein merkwürdiges Schmankerl für mich.

Das ist ein Beitragsentwurf von vor einem Jahr, den ich jetzt hier veröffentlicht habe. Das werde ich mit den 20 anderen Entwürfen auch in nächster Zeit tun. Und zwar ohne gleichzeitig in Facebook, Google+ oder Twitter zu posten :-)
27. September 2016

Cheyenne. Musik mit Karotte, Gartenschlauch und Staubwedel. Dazu Starwars in zweieinhalb Minuten

Mein Lieblingsfilm ist im Moment „Cheyenne – This must be the place“ von Paolo Sorrentino:


Ich liebe das Lachen und die langsame Schlagfertigkeit von Cheyenne, seine müde Eloquenz, wenn er beim Abschied zu seiner wunderbaren Frau sagt: „Und übertreibs nicht mit dem Tai Chi“. Den Film gestern zum zweiten Mal gesehen und wieder Neues entdeckt.

Und ich bin wieder beim Schockwellenreiter fündig geworden. Ich komme mir vor, wie ein (ganz) langsames Echo dieser wunderbaren (vollen) Website von Jörg Kantel. Daß weiter unten im Tunnel nur wenige Leute sitzen und zuhören (Hallo Lutz!) stört mich nicht. Ich stöbere manchmal selbst in meinem Weblog herum und entdecke Sachen wieder neu, wie in einem alten Tagebuch. Das gefällt mir und reicht mir.

Hier der grandiose Linsey Pollak, der auf einer Karotte spielt und auf einem Instrument aus einem Gartenschlauch:


Linsey Pollack
hat es sich zur Aufgabe gemacht, mit Alltagsgegenständen Musik zu machen:


Und hier ein Lego-Film, der die Starwars-Saga in 2 Minuten und 21 Sekunden erklärt. Schnell, auf Englisch und witzig:

Bis bald, C.

Clint Eastwood wird heute 80

Gerade am Freitag Abend bin ich beim Zappen auf Clint Eastwoods wunderschönen Film Honkytonk Man von 1982 gestoßen und fasziniert hängen geblieben. Gestern im Carpe Diem mit Bruno über ihn gesprochen, der mir „Gran Turino“ ans Herz legte. Und eben bei Spiegel-Online einen wunderschönen Artikel über Clint Eastwood zu seinem heutigen 80-jährigen Geburtstag gefunden. Dort auch eine schöne Bildergalerie mit ausführlichen Bildunterschriften:

Clnit Eastwood in "Honkytonk Man" (1982), ddp images

„Honkytonk Man“ (1982): Die meiste Zeit liegt der Held im Bett oder döst er auf der Rückbank eines Autos. Zwischendurch flirtet er mit Huren, klaut Hühner – und singt Country: Red Stovall ist unheilbar krank, doch vor seinem Tod soll er noch mal in der Grand Ole Opry singen, der Country-Kathedrale Nashvilles. Sein Neffe (Eastwoods Sohn Kyle) wird als Chauffeur verdingt. Vom Kämpfer zum Klampfer: Mit diesem sanft getakteten Roadmovie aus der Zeit der großen Depression vollzog der Schauspieler unter eigener Regie eine Image-Erweiterung, die Fans verstörte: Melancholisch und kein bisschen gewaltbereit streift er durchs amerikanische Herzland – die milde Poesie der Apfelkuchenballade „Die Brücken am Fluss“ kündigt sich schon an. Trotzdem ist „Honkytonk Man“ ein Kraftakt: So wie sich der sterbenskranke Troubadour gegen das Unvermeidliche stemmt, tut das auch Eastwood bei seinen selbst gesungenen Country-Darbietungen. Nein, es ist kein Sänger an ihm verloren gegangen. Nicht der stärkste, aber der rührendste Eastwood.

Quelle: Spiegel-Online

Männer, die auf Ziegen starren

Was für ein Filmtitel: „Männer, die auf Ziegen starren“, und was für ein Film.  Ich bin begeistert, will mit meinem Sohn reingehen, weil es ein wahrer „Männerfilm“ ist, witzig, intelligent und warmherzig. Wunderbare Schauspieler, seltsame Story, verrückte Einfälle. Hier der Trailer:

und im Original:

und ein zweiter amerikanischer Trailer:

„Die Kino-Kritiker“ über „Männer, die auf Ziegen starren“:

Die auf wahren Begebenheiten beruhende Komödie ist ein herrlicher Blick auf die absurden Seiten des US-Militärs

Erzählt wird die Geschichte des Journalisten Bob Wilton (Ewan McGregor), der sich eines Tages als Berichterstatter in den Nahen Osten begibt. Doch die ersehnte Tätigkeit als Kriegsreporter bei den US-Truppen im Irak bleibt dem verzweifelten Bob vorerst verwehrt. Sein Glück scheint sich jedoch zu wenden als er auf den Soldaten Lyn Cassady (George Clooney) trifft und eine große Enthüllungsstory wittert. Denn Cassady war einst ein angesehenes Mitglied einer geheimen Spezialeinheit des US-Militärs, die ihre Rekruten in der Ausbildung übersinnlicher Fähigkeiten geschult hat. Nach eigenen Angaben auf einer geheimen Mission unterwegs, nimmt der von seiner Begabung vollkommen überzeugte Cassady Bob schließlich mit in den Irak und weiht ihn in die Hintergründe und den Ursprung seiner parapsychologischen Truppe ein.

Dieses Handlungskonstrukt erfüllt in erster Linie den Zweck, sich von einer absurden Station in der Darstellung der mehr als ungewöhnlichen Spezialeinheit zur nächsten zu hangeln. Insbesondere die zahlreichen Rückblenden geben in überaus amüsanter Form Aufschluss über deren Formierung und Wesensbildung unter der Führung des esoterisch veranlagten Vietnamveterans Bill Django (Jeff Bridges). In der eigentlichen Geschichte um den Journalisten Bob passiert derweil aber nicht wirklich viel. Dennoch gelingt es Regisseur Grant Heslov, der ansonsten vor allem als Schauspieler tätig ist («True Lies», «Congo»), das Interesse des Zuschauers durch eine routinierte Inszenierung durchgehend aufrecht zu erhalten. So lässt er seinem grandiosen Schauspielerensemble den nötigen Raum, um die Stärken des Drehbuchs von Peter Straughan («New York für Anfänger») mit sichtlichem Vergnügen voll auszuspielen. Die Darsteller sind es auch, die in Verbindung mit dem aberwitzigen Gebaren des US-Militärs den eigentlichen Charme des Films ausmachen. Vor allem George Clooney, der den Film zusammen mit seinem langjährigen Freund Heslov auch produzierte, weiß als angeblich parapsychologisch begabter Supersoldat zu überzeugen und hat somit wohl die meisten Lacher auf seiner Seite.

Obwohl Clooney und Bridges auch im Filmvorspann als erstes genannt werden, ist der von Ewan McGregor verkörperte und zwischen Faszination und Skepsis hin- und hergerissene Journalist Bob Wilton die eigentliche Hauptfigur des Films. Er bildet den Rahmen, kommentiert aus dem Off und ist für die dem Zuschauer in Bildern dargebotenen Nachforschungen verantwortlich. Dabei ist schon die bloße Besetzung von McGregor ein gelungener selbstironischer Gag, bezeichnen sich die vermeintlich übersinnlich begabten Soldaten doch selbst als Jedi-Krieger, wie George Clooney im Film dem erstaunten Obi-Wan-Kenobi-Darsteller erläutert. mehr…

Trailer und Making of:

Und eben habe ich noch eine intelligente und ausführliche Kritik auf der Website des grandiosen ray-Filmmagazins gefunden, hier ein Auszug:

Grant Heslov, der mit dieser wilden Geschichte auf sehr kurzweilige Weise seinen zweiten Spielfilm inszeniert, arbeitet ansonsten als Schauspieler, Produzent und Drehbuchautor. Er ist nicht nur einer von Clooneys ältesten Freunden und führt mit ihm zusammen die Produktionsfirma Smokehouse, gemeinsam schrieben sie auch das Oscar-nominierte Drehbuch zu Good Night, and Good Luck. Man sollte sich von all den lustigen Rückblenden in die bunten Siebziger Jahre also besser nicht täuschen lassen. The Men Who Stare at Goats ist im politischen Kontext seiner Gegenwartshandlung zu verstehen, auch wenn in der Vergangenheit Jeff Bridges in der Rolle von Oberguru und Jedi-Krieger-Chef Bill Django überzeugend demonstriert, was aus dem legendären Dude noch alles hätte werden können, hätte der sich bloß mal aufgerafft und wäre zum Militär gegangen. Der Dude, äh, Django, so stellt sich übrigens heraus, wurde von Finsterling Larry Hooper (Kevin Spacey) in ein Wüstenlager verschleppt, wo die dunkle Seite der Macht praktiziert wird (sprich: stundenlange Beschallung mit lauter und schlechter Musik in einer von einem Stroboskop beleuchteten Zelle, in der ein Gefangener am Boden angekettet ist; gängige US-amerikanische Praxis). Irgendwie scheinen hier alle zu viel Star Wars gesehen zu haben, aber als popkulturelles Referenzsystem eignet sich die Saga wunderbar und ermöglicht zudem den Meta-Ebenen-Scherz, mit McGregor den Darsteller des jungen Obi Wan Kenobi mit an Bord zu haben. Wenn das nicht die Glaubwürdigkeit erhöht!? mehr…

„SOUL KITCHEN“ – La Paloma, Kochen und die Liebe zum Leben

Letzten Freitag war ich auf der Vorpremiere von SOUL KITCHEN im Rex Kino Darmstadt. Oh, es war wunderbar, volles Kino, begeistertes Publikum und viele La Paloma-Versionen im Soundtrack. Natürlich auch sonst wieder richtig gute Musik (die bei Fatih Akin, wie bei seinem Bruder im Geiste Emir Kusturica, immer eine besonderes Highlight der Filme ist).
Danach kamen Regisseur und Produzent Fatih Akin und sein Hauptdarsteller Adam Bousdoukos ins Kino und haben Fragen  zum Film beantwortet und von den Dreharbeiten erzählt. Andreas Heidenreich vom Weiterstädter Filmfest hat das Gespräch moderiert.

Die Story (von der Website zum Film):
Kneipenbesitzer Zinos ist vom Pech verfolgt: erst zieht seine Freundin Nadine für einen neuen Job nach Shanghai, dann erleidet er einen Bandscheibenvorfall. Als er in seiner Not den exzentrischen Spitzenkoch Shayn engagiert, bleiben auf einmal auch noch die ohnehin schon wenigen Stammgäste aus. Und als wäre das nicht schon genug, taucht auch noch sein leicht krimineller Bruder Illias auf und bittet ihn um Hilfe. Während Zinos noch überlegt, wie er den Laden los wird, um Nadine nach China folgen zu können, locken Musik und die ausgefallene Speisekarte immer mehr Szenepublikum an. Das ,,Soul Kitchen“ rockt und boomt wie nie zuvor. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse.

SOUL KITCHEN ist ein Heimatfilm der neuen Art: Die Welt ist nicht mehr so heil und das Dorf ist ein Restaurant, der Regisseur heißt Fatih Akin und vor der Kamera versammelt er ein ,Best Of‘ aus seinen früheren Filmen – Adam Bousdoukos, Moritz Bleibtreu und Birol Ünel. Es geht um Familie und Freunde, um Liebe, Vertrauen und Loyalität – und um den Kampf für die Heimat als einen Ort, den es in einer zunehmend unberechenbaren Welt zu schützen gilt.

Adam Bousdoukos war mit Spiegel-Online noch einmal an den Drehorten von SOUL KITCHEN und sagt in einem Video auf Spiegel-Online über den Film:

Heimat, was ist Heimat? Meine Heimat ist Hamburg. … Es ist ein Liebesfilm, aus mehreren Gründen, nicht nur, weil er einer Frau hinterher fährt aus Liebe, bis nach Shanghai, es ist ein Liebesfilm, weil er seinen Laden liebt, er lernt seinen Laden zu lieben, was er vorher nicht getan hat, er lernt seine Leute zu lieben, seinen Bruder zu lieben, und das Leben zu lieben, seine Heimat zu lieben, seinen Ort zu lieben, seinen Platz in dieser Welt, also dieser ganze Film ist ein Liebesfilm.

SOUL KITCHEN ist ein wunderbarer, witziger und herzerwärmender Film (epd-Film hat ihn mit FÜNF Sterne bewertet, die hat dort schon lange kein Film mehr bekommen). SOUL KITCHEN läuft ab 25.12.2009  in den Helia-Kinos in Darmstadt. Hier noch mal der Trailer:

Und weil der Film vom Kochen handelt, hier dazu noch ein Auszug aus der Filmkritik in epd-Film:
Und wenngleich das Kochen in
Soul Kitchen vor allem als Sinnbild für Leidenschaftlichkeit und ein brüderliches Miteinander dient, zeigt Akin, dass er sich ernsthaft mit der Thematik auseinandergesetzt hat. So scheint der kompromisslose, von Birol Ünel mit wunderbarer Schnoddrigkeit verkörperte Koch Shayn mit seiner zwischen Freibeuter und Samurai changierenden Attitüde geradewegs von dem realen New Yorker Küchen-Enfant-terrible Anthony Bourdain inspiriert; die Szene, in der Shayn seinen Job verliert, bekommt durch den Drehort, das Hamburger Sternelokal von Ali Güngörmüs, ein besonderes Flair; und Zinos’ Lokal wirkt durch das Lagerhaus-Setting und die Schlichtheit des Interieurs wie der Hamburger Ableger des weltberühmten Kopenhagener Avantgarderestaurants Noma. So kommt die Haute Cuisine nach Wilhelmsburg, und eine der schönsten Szenen zeigt denn auch einen Haufen cooler Kiezmusiker, die sich zunächst über Shayns Kreationen lustig machen, nach dem Überwinden ihrer Berührungsängste jedoch nicht genug davon bekommen können.

Fatih Akin im Spiegel-Gespräch: „Ich hatte Bock zu lachen“. Dort auch Filmauschnitte.

Days with my father + Merci

Danke an Susanne für den Hinweis auf diese Website von Phillip Toledano, die ein sehr persönliches Buchprojekt vorstellt. https://i2.wp.com/blog.photoshelter.com/image/phil1.jpgIch habe die Navigation nicht gleich verstanden und die Photos haben mir zu lange im Photoshop-Bad gelegen. Berührt hat mich die Indiskretion, die ich beim Ansehen der Bilder empfand (hat „father“ der Präsentation im Internet zugestimmt?). Aber die Fotos sind gut, die Seite hat mich beschäftigt und dann war ich mit meinem Sohn auch noch zu Besuch bei meinen Eltern, also habe ich beschlossen, die Seite hier vorzustellen, als eine  spannende Foto- und Textseite und eine schöne, einfache Art, ein Buchkonzept zu präsentieren.

Dazu hier noch einen Film, dessen Grundidee mir sehr gefällt, an dem ich aber auch was auszusetzen habe.  Ich habe für solche halben Sachen nun die Kategorie „Okay“ angelegt, die diesen Klang von „schon okay…“ hat:

Hier einige Fakten zu diesem Film  Merci!:
Director: Christine Rabette, Release date: May 2002, Genre: Short, Runtime: France: 8 min, Country: Belgium, Language: Laugh, Cast: Jan Hammenecker, Luc Brumagne, Anne Fournier, Muriel Bersy, Princesse Mansia’Bila, Jeannine Hannaert, Barbara Sylvain, Daniel Cap, Mohammed Saïdi

Quelle für die Fakten

Noch ein Link mit Infos zum Film

Die Website/Weblog des Hauptdarstellers Jan Hammenecker, mit einem souverän dunklen Portrait auf der Titelseite (zumindest heute am 2. Dezember 2009):

Was ich bei dem Film nicht verstehe: Warum die Leute beim Halt der U-Bahn aufhören zu lachen und was trägt der steife, ernste Herr zur Geschichte bei, der  zusteigt und dann scheinbar ausgelacht wird?

Hier noch eine Galerie von Jan Hammenecker bei Flickr.