Archiv der Kategorie: Definitionen

Guerilla-PR ist nicht kriegerisch

Günter Bentele, Professor für  Öffentlichkeitsarbeit/PR an der Universität Leipzig, spricht im Interview über den Einfluss von Guerilla-PR auf die journalistische Arbeit.

Um die besondere Aufmerksamkeit der Medien auf sich zu lenken, setzen Unternehmen auf Guerilla-PR. Eine aggressive Strategie?

Günter Bentele: Nein, ganz im Gegenteil. Anders als der Begriff vermuten lässt, hat Guerilla-PR nichts Kriegerisches an sich. Es ist vielmehr eine kreative und innovative Kommunikationsstrategie, die mit Überraschungseffekten arbeitet, gleichzeitig aber wenig kostet. Zum Beispiel ein nackter Mann, der unerlaubt über ein Fußballfeld rennt, eine Markenbotschaft auf dem Rücken. Oder ein kilometerlanger blauer Strich auf der Straße, der da nicht hingehört, aber zu einer Ausstellung des lokalen Museums führt.

Welche Kampagnen haben besonders viel mediales Interesse bewirkt?

Bentele: Zum Beispiel das „Blair Witch Project“, bei dem Studenten angeblich in einem Hexenwald verschwunden sind. Oder die umstrittene und initiierte Organspendenshow in den Niederlanden im Mai 2007. Solche Aktionen geben Ethikräten Anlass, über Sinn und Unsinn zu diskutieren. mehr…

Quelle:  Weblog „Der blinde Fleck“, Weblog der Initiative Nachrichtenaufklärung:  „Wir suchen nach den blinden Stellen der Medienlandschaft.“ Mehr über die Initiative Nachrichtenaufklärung finden Sie unter www.nachrichtenaufklaerung.de.

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Guerilla-Marketing

Gestern mit G. überlegt, wie wir unsere Buchreihe und das Geschenk-Abonnement promoten können, dabei fiel auch der Begriff „Guerilla-Marketing“. Hier einige Informationen zu diesem Begriff.

Die Marketingtheoretiker AL RIES und JACK TROUT definierten den Begriff 1986 als eine konstruktive Marketingstrategie kleiner und mittlerer Unternehmen im Wettbewerb mit Großunternehmen.

Sie stellten 3 Hauptprinzipien für ein erfolgreiches Guerilla-Marketing auf:

1. Man muss ein Marktsegment finden, das klein genug ist, um es verteidigen zu können, also eine Marktnische. Den nur in der Beschränkung auf ein spezifisches Marktsegment hat man mit den eigenen geringen Ressourcen eine Chance gegen ressourcenstarke Konkurrenten. Die Spezialisierung kann in vieler Hinsicht geschehen. Es kann sich dabei zum Beispiel um eine Beschränkung in geographischer Hinsicht oder in Bezug auf das angebotene Produkt handeln. Ebenso ist die Spezialisierung auf eine bestimmte Zielgruppe oder Branche denkbar.

2. ,,Egal wie erfolgreich man wird, darf man nicht wie ein Marktführer handeln.“ Die Organisationsstruktur eines Unternehmens das Guerilla-Marketing betreibt, muss sehr schlank bleiben. Dies ist einerseits wichtig um Kosten zu sparen, andererseits um eine hohe Reaktionsgeschwindigkeit auf marktliche Veränderungen zu behalten. Um dies zu gewährleisten, muss die Anzahl der Mitarbeiter mit verwaltender Tätigkeit gering gehalten werden.

3. ,,Man muss darauf vorbereitet sein, jederzeit auszusteigen.“ Das Unternehmen braucht eine hohe Flexibilität, um Betätigungsfelder, deren Attraktivität und Rentabilität abnimmt, zu verlassen. Die Ressourcen müssen schnell auf neue chancenreiche Aktivitäten, die hohe Potentiale für Marktanteilgewinne zu Lasten der Konkurrenz bieten, gelenkt werden.

RIET/TROUT: ,,Ein Unternehmen, das davonläuft, kommt eben bei einer anderen Gelegenheit wieder zum Zuge. Dieser Ratschlag stammt direkt aus den Schriften von Che Guevara. Man sollte nicht zögern, ein Produkt oder eine Marktposition aufzugeben, wenn sich das Blatt bei der Schlacht gegen einen wendet. Ein Guerillakämpfer verfügt nicht über ausreichende Energiereserven, die er in eine verlorene Sache investieren könnte. Er sollte schnell aufgeben und weiter vorwärts marschieren können. Genau dann zahlt sich der Vorteil von Flexibilität und einer mager besetzten Betriebsorganisation wirklich aus. Ein Guerillakrieger kann oftmals eine neue Marktposition einnehmen, ohne dass er den Stress und die inneren Zerreißproben in einem Großunternehmen durchstehen muss.“

Quelle: Alexandra Vogler „Guerilla-Marketing“

Guerilla-Marketing(Low Budget Marketing/Moskito-Marketing) lässt sich in kommunikativ und strategisch definieren, wobei der erste, kommunikative Ansatz in der Marketingpraxis überwiegt. Ihm zufolge umfasst Guerilla-Marketing Werbe- und Verkaufsförderaktionen, die überraschen bzw. sich am Rande der Legalität bewegen und „stören“. Beiden Ansätzen gemeinsam ist, dass bestehende Paradigmen (z.B. Kommunikationsformen, Argumentationsweisen, Preisgefüge oder Vertriebsstrukturen) von Querdenkern (Guerilla-Marketers) in Frage gestellt und eingefahrene Denk- und Handlungsmuster durch Raffinesse, Einfallsreichtum und Flexibilität überwunden werden, mit dem Ziel, Begegnungen der „merkwürdigen“ Art herbeizuführen. Bothe beschreibt es
als „
das dynamische Überfallkommando auf den Konsumenten“ wobei „statt täglichem Dauerbombardement via Massenmedien auf die gezielte Aktion gesetzt [wird], die bekannte Muster sprengt“ (Guerilla Attack, in: Promotion Business, Nr. 3, Juni 2006, S. 16).

Quelle: Brand Lexicon/Marken-Lexikon

Weitere Definitionen und einige Beispiele gibt es auf dem Guerilla Marketing Portal.

Wikipedia Seite zu Guerilla-Marketing.

Steve McQueen: The King of Cool

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Natalie Wood & Steve McQueen

Am 24. März wäre Steve McQueen 80 Jahre alt geworden. Dem viel zu früh verstorbenen „King of Cool“ widmet Jason Bellamy (vom Filmblog The Cooler) seinen ersten Videoessay. Eine 16-minütige Würdigung:

Das Einbetten mit dem Code aus Vimeo klappt nicht, hier der Link zum Film.

Ein Transkript findet sich in Bellamys Blog.

Gefunden beim Perlentaucher.

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Steve McQueen and his 1963 Ferrari 250GT

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Deltoidalikositetraeder

K. hat mir eine Panorama-Fotografie auf einem dreidimensionalen Körper gezeigt, bin fasziniert, morgen werden wir den Karolinensaal im Staatsarchiv Darmstadt als Kugel-Panorama fotografieren. Nach genauer Ansicht des Objekts und dank Wikipedia weiß ich nun, dass es ein Deltoidalicositetrahedron ist (so könnte auch ein seltener Dinosaurier heißen), oder Deltoidalikositetraeder, also ein Catalanischer Körper mit 24 Flächen, 26 Ecken und 48 Kanten. Hier ein animiertes gif.

Datei:Deltoidalicositetrahedron.gif

Und die Beschreibung bei Wikipedia dazu: Ein catalanischer Körper oder auch dual-archimedischer Körper ist ein Körper, der sich zu einem archimedischen Körper dual verhält. So ist zum Beispiel das Rhombendodekaeder dual zum Kuboktaeder. Benannt sind die catalanischen Körper – von denen es dreizehn gibt – nach dem belgischen Mathematiker Eugène Charles Catalan.

Die dual-archimedischen Körper bestehen nur aus einer Flächenart, nämlich identischen nicht regelmäßigen Vielecken, haben aber mindestens zwei verschiedene Arten von Ecken (das Rhombendodekaeder hat zum Beispiel Ecken, an die drei Rhomben, und solche, an die vier Rhomben grenzen). Damit sind sie keine archimedischen Körper im ursprünglichen Sinne mehr.

Allen catalanischen Körpern ist gemein, dass sie eine Inkugel, die sämtliche Flächen von innen berührt, aufweisen. Außerdem existiert eine Kantenkugel, die sämtliche Kanten von innen berührt, sofern die Gleichheit der Flächenwinkel gegeben ist.

Quelle: Wikipedia

Das Martinsviertel in Darmstadt

Ich lebe im Martinsviertel und fühl mich wohl hier, ohne dass ich bisher genau wusste, welches Gebiet damit genau bezeichnet ist. Folgende Erklärung gefunden: Das Martinsviertel umfasst das Gebiet zwischen Frankfurter Straße im Westen, Rhön- / Spessartring im Norden, Dieburger Straße im Osten und Alexander- / Zeughausstraße im Süden. Umgangssprachlich wird es in Darmstadt auch als das „Watzeverdel“ bezeichnet. Quelle…

Natacha Atlas: This is a man´s world

Bin gerade auf das ziemlich geile „This is a man´s world“, gesungen von James Brown, gestossen. Aber die Version von der grandiosen Natacha Atlas ist noch viel spannender. Live von einem Konzert beim Montreux Jazzfestival 2004:

Es gibt eine wunderschöne DVD mit Musikvideos von Natacha Atlas und Transglobal Underground, wo auch eine Version dieses Liedes drauf ist.

Paläontologie, Brotkrümelnavigation, Winternasenfoto

Beruflich habe ich mit der Grube Messel bei Darmstadt und so auch mit dem Thema „Paläontologie“ zu tun. „Die Paläontologie ist die Wissenschaft von den Lebewesen vergangener Erdzeitalter.“ (mehr dazu bei Wikipedia). Ich fotografiere Ölschieferanschnitte und Bohrkerne für das neue Besucher-Informationszentrum, das dort 2010 eröffnet wird. Englisch heisst es palaeontology, Amerikaner sagen paleontology. Jenseits der wissenschaftlichen Bedeutung und des sehr interessanten Auftrags ist die Grube Messel ein bemerkenswerter, magischer Ort für mich. Diesen Link anklicken für einige Fotos. Beim Fotografieren denke ich manchmal an das wunderbare Spiel Samorost (hier die Fortsetzung).
Beim Einarbeiten in Joomla auf den schönen Begriff bread-crumb gestossen – Brotkrümelnavigation. Der Name Breadcrumb-Navigation wurde in Anlehnung an das Märchen Hänsel und Gretel der Brüder Grimm gebildet, in dem die in den Wald geführten Kinder Brotkrumen (englisch breadcrumbs) auf den Weg streuen, um den Weg zurück zu finden. mehr bei Wikipedia…
Und Suse H. brachte mich mit dem Wort „Winternasenfoto“ auf die Idee Worte zu sammeln, „die Google im Internet nicht findet“. Heute findet Google keinen Eintrag zu „Winternasenfoto“ (was sich bald mit diesem Blog-Eintrag ändern wird).