Archiv des Autors: Christoph Rau

Über Christoph Rau

Fotograf in Darmstadt (Germany)

Tanzmusik: „Vitamin C“ von Can und noch eine Notiz zum Alter

Habe mir bei Netflix die grandiose Serie „The Get Down“ angeschaut und dort läuft im Hintergrund auch „Vitamin C“ von Can, gesungen von Damo Suzuki:

Wunderbarer Song zum Tanzen. Hier die Lyrics:

Her daddy got a big aeroplane,
Her mommy holds all the family cash,
A beautiful blows, I stay at the corner,
She is living in and out of tune.
Hey you,
You’re losing, you’re losing, you’re losing, you’re losing your vitamin C.
Hey you,
You’re losing, you’re losing, you’re losing, you’re losing your vitamin C,
Your vitamin C.
And at Christmas riding on her pony
Or she is stepping on the pigman’s head,
A beautiful blows, I stay at the corner,
She is living in and out of tune.
Hey you,
You’re losing, you’re losing, you’re losing, you’re losing your vitamin C.
Hey you,
You’re…

 

Und noch eine Notiz zum Thema Alter. Der geniale Zeichner und Illustrator Tomi Ungerer ist gestorben und in der Hamburger Morgenpost erzählt der große Fotograf Günter Zint von seiner Freundschaft mit Ungerer: „Mach mal ein Foto“, sagte der Künstler, als Zint ihn vor ein paar Jahren in Straßburg besuchte, hielt sich einen Föhn an den Kopf, grinste schelmisch und erklärte: „Wenn ich mal tot bin, gibst du das an die Presse und die sollen schreiben: „Tomi hat sich mit seinem Föhn erschossen.“ Günter Zint muss lachen bei der Erinnerung: „Tomi war ein alt gewordener Lausbub, der hat sein Leben lang über alles Witze gemacht, auch über seinen Tod.“

Der Klick auf den Link zur MoPo führt auch zu dem Foto mit Föhn.

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Älter werden und die Angst davor

Heute morgen mit zwei Männern übers „Alt werden“ und die Angst davor geredet (die ich nicht habe). Dazu Peter Simonischek im Gespräch mit Martin Maria Schwarz am 18. Januar 2019 in HR2 Doppelkopf:
“Die Selbstzweifel nehmen mit dem Alter zu. … Die Ansprüche steigen ja mit dem Erfolg. … Es kommt auch darauf an, ob man gut altert. … Man muss ja diesen ganzen fanatischen Jungbleibewahn nicht mitmachen. Suchen Sie mal die alten Leute in den Fußgängerzonen unserer Städte – die betteln vielleicht. Aber sonst ist das doch nicht “in” alt zu sein. … Der Jugendwahn ist gewaltig. Das Alter wird behandelt wie ein Malheur, für das man sich schämt. Das finde ich eine schlechte Sicht auf das Alter. … De Corona senum non spectant, die Krone des Alters ist das Ansehen. … Ab fünfzig hatte man das Recht als edler Greis angeredet zu werden.“

Hier das ganze Gespräch als Podcast (nur gültig, solange der HR es will):
https://www.hr2.de/programm/podcasts/doppelkopf/der-schauspieler-peter-simonischek-erzaehlt-er-von-seiner-schauspielerischen-gegenwart-und-vergangenheit,podcast-episode-40634.html

Ich habe einen Weblog mit dem Zauberwort im Titel:

http://wie-alt-werden.de/

Dann habe ich das noch in meinem Computer gefunden:
Aus einem Geo-Bericht über Korea: „Der alte Mensch, ab 60 Jahren, war der Erhabene in der traditionellen koreanischen Gesellschaftsordnung. Er hatte den selbstverständlichen Anspruch, von seinen Söhnen bis ans Lebensende versorgt zu werden; ihm galt die tiefste Verbeugung, das Beste bei Tische, das schönste Zimmer im Haus und in seiner Gegenwart dürfte kein Jüngerer wagen, zu rauchen, lasch im Sessel zu sitzen, oder – ein Gipfel der Ungehörigkeit, -eine Sonnenbrille zu tragen.“

Und passend zum Thema das Portrait von Agnes Sobotta und ihrer Freundin Julia Wower:

Zwei lachende alte Damen

Tommi Stumpff – Zu spät Ihr Scheisser, zu spät

Alte Musik. Immer noch ein geiles Lied: „Zu Spät“ von der Platte „Zu spät Ihr Scheißer. Hier ist: Tommi Stumpff“. Immer noch zum laut hören und dazu tanzen:

Und ein schönes Plattencover. Leider habe ich die Platte im letzten Jahr großherzig an einen jungen DJ im Café Bellevue verschenkt (zusammen mit allen anderen Schallplatten), was ich heute bereue.

Tommi Stumpff war 1978 Gründungsmitglied der Düsseldorfer Punk-Band KFC.

Und hier ein Interview mit ihm vom Juni 2002: „Wir waren damals jugendliche, unausstehliche Arschlöcher, die keinem Streit aus dem Wege gegangen sind. Mehr nicht!“

Bücher lokal kaufen und analog lesen, Musik dazu online

Zum neuen Jahr habe ich mir zwei Bücher gekauft:

Leslie Jamison, Die Klarheit. Alkohol, Rausch und die Geschichten der Genesung

Bas Kast, Der Ernährungskompass, Das Fazit aller wissenschaftlichen Studien zum Thema Ernährung

Im letzten Jahr habe ich im Darmstädter „Haus für Industriekultur“ in der Werkstatt des Schriftgießers Rainer Gerstenberg fotografiert. Danach bin ich auf den Aufsatz „Warum es Arno Schmidts Texte nicht als E-Book gibt“ von Friedrich Forssman gestoßen, der mir aus dem Herzen spricht. Her ein Foto des abgegriffenen Taschenbuchs, daß ich gerade wieder entdeckt habe und erneut zusammen mit meinen alten Anstreichungen lese:

Thomas Pynchon, Die Enden der Parabel

Erstaunt, wie lange ich brauche, um diesen einen Post fertig zu bekommen. Das Buch fotografieren, die Datei runterechnen, die Buchtitel recherchieren und verlinken (auf die Verlage, Webseiten oder zu Wikipedia, keinesfalls zu Amazon oder ZVAB). Tee holen, ablenken lassen und Neues finden, zum Beispiel den Hinweis auf die Hörbuchfassung von Pynchons Buch, die 2020 fertig werden soll: „Thomas Pynchon, schwärmt der Hörspielregisseur Klaus Buhlert, sei „einer der wenigen Autoren, die schreiben, was man nie erfährt“. Vor allem in seinem radikalsten Roman „Die Enden der Parabel“, dieser Bibel der Pop- und Postmoderne aus dem Jahr 1973, gibt es viele surreale Zusätze zur überlieferten Erfahrungswelt. Die Handlung spielt 1944/45 in London und im kriegszerstörten Deutschland, der „Zone“. Und jetzt auch im Studio 10 des Deutschlandfunks in Berlin.“ Quelle: faz.net am 6.1.2019

Währenddessen höre ich diese Musik „Tommy Guerrero – Road to Knowhere“:

und weil es so lange dauert (bis zur Veröffentlichung sind 60 Minuten vergangen) noch das hier „Tommy Guerrero – Perpetual“:

Werner Pieper, Tex Rubinowitz

Wer kennt noch den interessanten Werner Pieper?

Bei Arbeiten an meinem Projekt Schweden Revisited 1993 + 2016 bin ich auf diese sehr witzige Reiseliteratur gestoßen, die ich grinsend und neugierig verschlungen habe: Tex Rubinowitz, Rumgurken – Reisen ohne Plan, aber mit Ziel, Paralleltourismus

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Tex Rubinowitz, Rumgurken – Reisen ohne Plan, aber mit Ziel, Paralleltourismus (Foto: Rowohlt Verlag)

Er ist Mitautor des schon lange witzigsten Buches „Tex Rubinowitz / Jörg Metes: Die sexuellen Phantasien der Kohlmeisen. Listen, die die Welt erklären“, Kiepenheuer & Witsch 1996. Die Listen gabe es vor langer Zeit mal komplett online, leider finde ich das nicht mehr. Werde mir das Buch mal kaufen. Aber hier gibt es eine Auswahl der Listen. Und ein neues Listenbuch von ihm gibt es mittlerweile auch: „Die sieben Plurale von Rhabarber

Stadtlogo-Design

Gefunden bei Facebook (Slanted Blog Magazine) vor Jahren. Immer noch eine umfassende Sammlung zum Thema: Stadtlogodesign. Und eine der längsten Startseiten, die ich je im Internet gesehen habe. Ein Impressum konnte ich nicht finden.

http://www.stadtlogo-design.de/

aachen-sprudelnde-vielfalt

Design: Hans Jürgen Rau

Ein Beitragsentwurf vom 23. Juni 2010, heute veröffentlicht. 27. September 2016

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The best and most ridiculous fight ever filmed

Ist am Schluss ein bischen brutal, aber als Liebhaber von Kung-Fu-Filmen generell, ist das ein merkwürdiges Schmankerl für mich.

Das ist ein Beitragsentwurf von vor einem Jahr, den ich jetzt hier veröffentlicht habe. Das werde ich mit den 20 anderen Entwürfen auch in nächster Zeit tun. Und zwar ohne gleichzeitig in Facebook, Google+ oder Twitter zu posten :-)
27. September 2016