Louise Bourgeois ist gestorben: „Mama“ und „Zerstörung des Vaters“

Vorgestern fiel mir ihr Name nicht ein, als ich E.D. auf seine Polemik gegen Frauen, die Kunst machen, drei Namen nennen wollte, von bedeutenden, unbraven Künstlerinnen. Valie Export und Niki de Saint Phalle fielen mir gleich ein und Louise Bourgeois kam mir in den Sinn, nur ihr Name fiel mir nicht ein. Eben habe ich bei Yahoo gelesen, dass sie gestorben ist. Dieses wunderschöne, witzige und souveräne Photo von ihr, das der große Robert Mapplethorpe gemacht hat, habe ich immer geliebt:

http://thewitcontinuum.files.wordpress.com/2009/10/louise-bourgeois-2.jpg

Louise Bourgeois, Photo: Robert Mapplethorpe

Die franko-amerikanische Bildhauerin Louise Bourgeois ist am Montag in New York im Alter von 98 Jahren gestorben. Dies teilte die italienische Stiftung Emilio e Annabianca Vedova mit, die derzeit eine Ausstellung der Künstlerin vorbereitet. „Mit tiefem Schmerz hat die Stiftung Emilio e Annabianca Vedova vom Tod von Louise Bourgeois erfahren, eine der größten und bedeutendsten Persönlichkeiten der Kunstlandschaft unserer Epoche“, heißt es in einer Erklärung der Stiftung.

Mama

Louise Bourgeois, die französischer Abstammung ist und in den USA eingebürgert wurde, hinterlässt ein vielfältiges Werk, das nicht unter einem Begriff zusammengefasst werden kann. Dazu gehören riesige Stahlspinnen, Installationen, Skulpturen und Holzarbeiten. Bourgeois wurde am 25. Dezember 1911 als Tochter eines Tapisserie-Restaurators geboren, sie studierte an mehreren Kunstakademien. Nach ihrer Hochzeit mit dem US-Kunsthistoriker Robert Goldwater zog sie 1938 nach New York, sie war mit anderen zeitgenössischen Künstlern wie Joan Miró, Marcel Duchamp und André Breton bekannt.

Berühmt wurde Louise Bourgeois in den 70er Jahren mit Werken, die zunehmend gewalttätig oder brutal wirkten. Eine ihrer riesigen Stahlspinnen hat den Titel „Mama“, eine ihrer Installationen „Zerstörung des Vaters“. Im Jahr 1982 widmete das Museum of Modern Arts in New York ihr eine erste Retrospektive, 1995 erfuhr sie schließlich auch in ihrem Heimatland Frankreich mit einer Retrospektive im Museum für moderne Kunst der Stadt Paris Anerkennung.

Quelle: Yahoo Deutschland

Wikipedia-Artikel über Louise Bourgeois

Die FAZ widmet Louise Bourgeois einen langen Nachruf:

Louise Bourgeois, die am Montag im Alter von 98 Jahren in New York gestorben ist, hat gleichsam zwei Leben gelebt. In jungen Jahren das einer weitgehend unbekannten Bildhauerin an der Seite eines bekannten amerikanischen Kunsthistorikers und Kunstethnologen – Robert Goldwater – , im Alter das einer erfolgreichen, international gefeierten Künstlerin. Ihre späte Entdeckung und ihr plötzlicher Ruhm hatten etwas Legendäres. Unbeeindruckt davon blieb nur sie selbst. Mit zunehmendem Alter zog sie sich aus der gefeierten Öffentlichkeit zurück und widmete die ihr verbleibende Zeit ganz ihrer Arbeit. Schon in den neunziger Jahren war sie bei keiner ihrer großen Ausstellungen mehr zugegen. mehr…

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