Lhasa De Sela ist gestorben

Im letzten Jahr habe ich die Musik von Lhasa de Sela entdeckt und mich in sie verliebt (die Musik). Ich dachte, dass ich sie sicher irgendwann auf einem Konzert hier in Europa (sie kam aus Kanada) sehen und hören könne. Am 1. Januar 2010 ist sie in Montreal gestorben. Auf Ihrer Website steht am Ende des Nachrufs der Satz: It has snowed more than 40 hours in Montreal since Lhasa’s departure.

Ihre Platten „La Llorona“ und „The Living Road“ würde ich komplett mit auf die Insel nehmen. Keine Musikerin hat mich im Herzen so umfassend berührt im letzten Jahr wie Lhasa de Sela. Hier ihre Biographie, wie sie in Wikipedia steht:

Ihr Vater stammt aus Mexiko, ihre Mutter ist US-Amerikanerin. Als Kind reiste sie sieben Jahre lang mit den Eltern und ihren drei Schwestern mit einem Bus durch die Vereinigten Staaten und Mexiko. Diese nomadenhafte Zeit ohne Fernseher und Schulbesuch, aber mit vielen Büchern und Musik prägte sie musikalisch und im Denken. Lernen und Kreativität waren die bestimmenden Einflüsse. Neben der Musik beschäftigte sie sich auch mit anderen Kunstformen, z. B. Malerei.

Ihre ersten Auftritte als Sängerin hatte sie dreizehnjährig in einem griechischen Café in San Francisco. Später war sie oft in Montreal, wo ihre Schwestern im Cirque du Soleil mitwirken. Dort lernte sie 1991 Yves Desrosiers kennen, den Produzenten und Arrangeur ihrer ersten Platte La Llorona. Die 11 Stücke zeichneten sich durch melancholische Schönheit, intensiven und spannungsgeladenen Gesang und sparsame Instrumentierung aus. Die Texte ihrer ersten Veröffentlichung sind ausnahmslos auf Spanisch, da diese Sprache ihrer Meinung nach eine größere Emotionalität zulässt. Neben eigenen Stücken sang sie Lieder anderer Künstler, etwa Víctor Jaras und Violeta Parras. Obwohl sie keine Musikgenres direkt bediente, hatte sie Fans aus verschiedenen Bereichen, Jazz, Weltmusik, Chanson, Alternative Rock und Tango Argentino. Von Zeit zu Zeit arbeitete sie mit anderen Künstlern dieser oder artverwandter Genres zusammen, so z. B. mit Bratsch, Tindersticks und Arthur H. Sowohl wegen ihrer Biografie als auch wegen ihres Gesangsstils wird sie oft mit Lila Downs verglichen. und

Zwischen den Zeiten, in denen sie ihre raren Platten produzierte oder auf Tournee ging, widmete sie sich anderen Projekten. Einige Jahre lebte sie in Frankreich, wo sie mit ihren Schwestern eine neue Art Zirkus aufbaute: Pocheros. In Marseille schrieb sie einen großen Teil ihrer zweiten Platte, The Living Road, auf der sie im Gegensatz zur ersten mehrsprachig, auf Englisch, Französisch und Spanisch singt.

Zuletzt lebte sie in Montréal. Hier wurde auch ihre neueste Platte eingespielt, die im April 2009 in Kanada und Europa erschienen ist. Alle Lieder sind diesmal auf Englisch gesungen.

Sie starb am 1. Januar 2010 an Brustkrebs.

Website von Lhasa de Sela

Ich könnt heulen, wenn ich das höre:

Hier ein Gespräch unter Schwestern (leider kann ich kein Französisch) und Musik:

Musik mit Interview:

Dass Sie auch Leonard Cohen gesungen hat („Who By Fire“), und wie das passt habe ich eben erst entdeckt (wie ich überhaupt eben erst bei youtube nach Ihr geguckt habe):

Hier noch eins meiner Lieblingslieder (aber ehrlich gesagt: ALLE ihre Lieder sind mir Lieblingslieder und MORGEN WERDE ICH IHR ZU EHREN NUR IHRE MUSIK HÖREN) (und ich hasse Standbilder bei youtube zu denen Musik läuft, aber dieses Lied ist soo schön):

Hier der Nachruf auf Ihrer Website:

Official press release – For immediate release

In Montreal, Canada:  Sunday January  3rd, 2010

The singer Lhasa de Sela passed away in her Montreal home on the night of January 1st 2010, just before midnight.

She succumbed to breast cancer after a twenty-one month long struggle, which she faced with courage and determination.

Throughout this difficult period, she continued to touch the lives of those around her with her characteristic grace, beauty and humor.  The strength of her will carried her once again into the recording studio, where she completed her latest album, followed by successful record launches in Montreal at the Théatre Corona and in Paris at the Théatre des Bouffes du Nord.  Two concerts in Iceland in May were to be her last.

She was forced to cancel a long international tour scheduled for autumn 2009.  A projected album of the songs of Victor Jara and Violeta Parra would also remain unrealized.

Lhasa de Sela was born on September 27, 1972, in Big Indian, New York.

Lhasa’s unusual childhood was marked by long periods of nomadic wandering through Mexico and the U.S., with her parents and sisters in the school bus which was their home.  During this period the children improvised, both theatrically and musically, performing for their parents on a nightly basis.  Lhasa grew up in a world imbued with artistic discovery, far from conventional culture.

Later Lhasa became the exceptional artist that the entire world discovered in 1997 with La Llorona, followed by 2003’s The Living Road, and 2009’s self-titled LHASA.  These three albums have sold over a million copies world-wide.

It is difficult to describe her unique voice and stage presence, which earned her iconic status in many countries throughout the world, but some   Journalists have  described it as passionate, sensual, untameable, tender, profound, troubling, enchanting, hypnotic, hushed, powerful, intense, a voice for all time.

Lhasa had a unique way of communicating with her public.  She dared to open her heart on stage, allowing her audience to experience an intimate connection and communion with her.   She profoundly affected and inspired many people throughout the cities and countries she visited.

An old friend of Lhasa’s, Jules Beckman, offered these words:

„We have always heard something ancestral coming through her.  She has always spoken from the threshold between the worlds, outside of time.  She has always sung of human tragedy and triumph, estrangement and seeking with a Witness’s wisdom.  She has placed her life at the feet of the Unseen.“

Lhasa leaves behind her partner Ryan, her parents Alejandro and Alexandra, her step-mother Marybeth, her 9 brothers and sisters (Gabriela, Samantha, Ayin, Sky, Miriam, Alex, Ben, Mischa and Eden), her 16 nieces and nephews, her cat Isaan, and countless friends, musicians, and colleagues who have accompanied her throughout her career, not to mention her innumerable admirers throughout the world.

Her family and close friends were able to mourn peacefully during the last two days, and greatly appreciated this meaningful period of quiet intimacy. Funeral and services will be held privately.

It has snowed more than 40 hours in Montreal since Lhasa’s departure.

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